Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe anlässlich des Weltfrauentags

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Berlin (pressrelations) –

Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe anlässlich des Weltfrauentags

Zum Weltfrauentag am 8. März 2016 erklärte die Beauftragte der Bundesregierung Bärbel Kofler heute (08.03.):
Es ist richtig und wichtig, dass wir auch im Jahr 2016 den Weltfrauentag begehen. Denn ein Blick in die Welt zeigt: Gleichberechtigung ist auch am heutigen 8. März keine Realität, nirgendwo. Um das festzustellen, reicht in manchen Ländern der einfache Blick auf den Gehaltszettel.

Ich lege meine Hoffnung in die neue Entwicklungsagenda der Vereinten Nationen, welche das ehrgeizige Ziel benennt: Gleichberechtigung, also 50:50 bis 2030. Deutschland wird zur Erreichung dieses Ziels beitragen. Dafür haben wir unseren Beitrag an “UN Women” verdoppelt und einen Vorsitz im Steuerungsgremium übernommen. Ebenfalls leiten wir dieses Jahr die Verhandlungen der Frauenrechtskommission der Vereinten Nationen. Dort wollen wir beschließen, wie die Agenda 2030 zur Erreichung der Gleichberechtigung umgesetzt werden kann. Auch sicherheitspolitisch werden wir für Frauenrechte Verantwortung übernehmen, u.a. während unseres diesjährigen OSZE Vorsitzes.

Ein Blick in die Welt an diesem 8. März zeigt auch, in welchem Ausmaß sich sexuelle Gewalt als Taktik des Terrors verbreitet hat. Terrorgruppen finanzieren sich über sexuelle Gewalt; sie nutzen das Leid, um mehr Leid verüben zu können. Ich verurteile diese politische Ökonomie aufs Schärfste. Wir wollen dem ein Ende setzen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen. Daran arbeiten wir zusammen mit der Sondergesandten für sexuelle Gewalt in Konflikten des Generalsekretärs der Vereinten Nationen, Frau Zainab Hawa Bangura. Wir werden zusätzlich unseren Beitrag an das Internationale Komitee des Roten Kreuz zur Verhinderung von sexueller Gewalt auf zwei Millionen Euro hochfahren.

Ich halte am 8. März inne für all diejenigen, die sich weltweit für die Verwirklichung der Frauenrechte einsetzen. Dazu gehören Frauen, Mädchen, aber auch Männer und Jungen. Viele tun dies unter schwierigen Bedingungen und abseits der tagesaktuellen politischen Krisen. Sie verdienen unseren Respekt und Anerkennung.

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