Neuer Brandschutzschalter von Siemens für höhere Ströme

Der neue Brandschutzschalter aus der Reihe 5SM6 für Bemessungsströme bis 40 Ampere wird in die Elektroinstallation eingesetzt und schützt vor elektrisch verursachten Bränden.
Der neue Brandschutzschalter aus der Reihe 5SM6 für Bemessungsströme bis 40 Ampere wird in die Elektroinstallation eingesetzt und schützt vor elektrisch verursachten Bränden.

(pressrelations) –

Neuer Brandschutzschalter von Siemens für höhere Ströme

Siemens erweitert das Angebot von Brandschutzschaltern aus der Reihe 5SM6 um eine Variante für Bemessungsströme bis 40 Ampere (A). Die neuen Geräte werden in die Elektroinstallation eingesetzt und schützen vor elektrisch verursachten Bränden. Sie eignen sich besonders für Stromkreise mit größeren elektrischen Verbrauchern, beispielsweise bei Motoren, sowie für Anwendungen in europäischen Ländern mit Stromkreisen größer 16 A, wie beispielsweise in Großbritannien, Belgien oder den Niederlanden. Brandschutzschalter reagieren auf serielle Fehlerlichtbögen, die durch Mängel in Elektroinstallationen entstehen können, und schalten Stromkreise innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde sicher ab. Serielle Fehlerlichtbögen können zu Kabelbränden führen und werden von gängigen Schutzgeräten wie Fehlerstrom- und Leitungsschutzschaltern nicht erkannt. Der Schutz bei seriellen Fehlerlichtbögen wurde jüngst als anerkannter Stand der Technik in die weltweite IEC-Norm sowie in die deutschlandweit gültige DIN VDE 0100-420 aufgenommen. Siemens bietet bereits seit 2012 Brandschutzschalter für Endstromkreise bis 16 Ampere an.
Brandschutzschalter aus der Reihe 5SM6

Mit der Veröffentlichung der nationalen Norm DIN VDE 0100-420:2016-02 “Errichten von Niederspannungsanlagen – Teil 4-42: Schutzmaßnahmen – Schutz gegen thermische Auswirkungen” wird die Installation eines Brandschutzschalters in Deutschland für bestimmte Anwendungsbereiche Pflicht. Dazu gehören unter anderem holzverarbeitende Betriebe, Holzhäuser, Papier- und Textilfabriken oder Labore, öffentliche Gebäude, Bahnhöfe und Flughäfen sowie Schlaf- und Aufenthaltsräume von Kindertagesstätten und Seniorenheime.

Die Brandschutzschalter 5SM6 in der Variante bis 40 A können auch in bestehenden Elektroinstallationen leicht nachgerüstet werden. Bei der Entwicklung der neuen Varianten hat Siemens die Handhabung der Brandschutzschalter nochmals verbessert. Der mechanische Auslösehebel wurde durch eine LED-beleuchtete Taste ersetzt. Diese dient gleichzeitig als Reset- und Testtaste. Die LED zeigt durch unterschiedliche Farben den Normalbetrieb oder einen Fehler an. Das Gerät nimmt automatisch alle elf Stunden einen Selbsttest vor.

Die Brandschutzschalter von Siemens erkennen alle Arten von Fehlerlichtbögen, indem sie nicht nur Strom und Spannung erfassen: Die Brandschutzschalter 5SM6 messen zusätzlich kontinuierlich das Hochfrequenzrauschen in Hinblick auf Höhe, Stabilität und Dauer. Integrierte Filter in Verbindung mit intelligenter Software verarbeiten, analysieren und bewerten diese Signale nach einer Vielzahl von Kriterien, um so zum Beispiel die Gesamtenergie, Lichtbogenenergie, das Plateau der Lichtbogenspannung, Lichtbogenstabilität und Flammenauftritt zu ermitteln. Sind die Bedingungen eines Fehlerlichtbogens erfüllt, wird der angeschlossene Stromkreis innerhalb von Sekundenbruchteilen abgeschaltet. Brandgefahren von der elektrischen Leitung bis hin zum Endgerät können so frühzeitig erkannt und unterbunden werden.

So genannte Fehlerlichtbögen in elektrischen Leitungen oder Anlagen zählen zu den häufigsten Brandursachen. Zu unterscheiden sind serielle und parallele Fehlerlichtbögen. Parallele Fehlerlichtbögen treten zwischen Außenleiter gegen Erde oder Schutzleiter (PE), zwischen zwei Außenleitern oder zwischen Außen- und Neutralleiter auf. Serielle Fehlerlichtbögen können bei der Unterbrechung eines Leiters oder in Folge von losen Kontakten entstehen.

Zu den häufigsten Ursachen serieller Fehlerlichtbögen zählen beschädigte Kabelisolierungen (zum Beispiel durch Nägel, Schrauben oder Befestigungsklammern), gequetschte Leitungen bei der Verlegung durch offene Türen und Fenster, Kabelbrüche durch zu enge Biegeradien, abgeknickte Stecker und Leitungen, etwa durch gelockerte Kontakte und Anschlüsse in Schaltern oder Steckdosen. Zusätzlich können Umwelteinflüsse wie Hitze, Feuchtigkeit, Gase und im Außenbereich UV-Strahlung und Nagetierverbiss die Kabel angreifen sowie leitende Verschmutzungen und Kondensationswasser unerwünschte Kontakte herstellen.

Unter dem Motto “Make your building more livable” zeigt Siemens auf der Fachmesse light+building vom 13. bis zum 18. März 2016, wie gewerblich genutzte Gebäude komfortabel gestaltet und dabei gleichzeitig wirtschaftlich betrieben werden können.

Weitere Informationen zur light+building unter www.siemens.de/light-building

Weitere Informationen zur Division Energy Management finden Sie unter www.siemens.de/energy-management

Die Siemens AG (Berlin und München) ist ein führender internationaler Technologiekonzern, der seit mehr als 165 Jahren für technische Leistungsfähigkeit, Innovation, Qualität, Zuverlässigkeit und Internationalität steht. Das Unternehmen ist in mehr als 200 Ländern aktiv, und zwar schwerpunktmäßig auf den Gebieten Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung. Siemens ist weltweit einer der größten Hersteller energieeffizienter ressourcenschonender Technologien. Das Unternehmen ist Nummer eins im Offshore-Windanlagenbau, einer der führenden Anbieter von Gas- und Dampfturbinen für die Energieerzeugung sowie von Energieübertragungslösungen, Pionier bei Infrastrukturlösungen sowie bei Automatisierungs-, Antriebs- und Softwarelösungen für die Industrie. Darüber hinaus ist das Unternehmen ein führender Anbieter bildgebender medizinischer Geräte wie Computertomographen und Magnetresonanztomographen sowie in der Labordiagnostik und klinischer IT. Im Geschäftsjahr 2015, das am 30. September 2015 endete, erzielte Siemens einen Umsatz von 75,6 Milliarden Euro und einen Gewinn nach Steuern von 7,4 Milliarden Euro. Ende September 2015 hatte das Unternehmen weltweit rund 348.000 Beschäftigte. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.siemens.com

Pressekontakt:

Herr Heiko Jahr
Division Energy Management
Siemens AG

Freyeslebenstr. 1

91058 Erlangen

Tel: +49 (9131) 7-29575

heiko.jahr?@siemens.com

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