Deutschland unterstützt Transparenz im Wassersektor

Zwei Männer holen Wasser an einer öffentlichen Wasserversorgungsstelle in Juba, SüdsudanBildinformationen Thomas Imo/Photothek.net
Zwei Männer holen Wasser an einer öffentlichen Wasserversorgungsstelle in Juba, SüdsudanBildinformationen Thomas Imo/Photothek.net

Berlin (pressrelations) –

Deutschland unterstützt Transparenz im Wassersektor

Mit der Unterstützung eines schlagkräftigen Netzwerks setzt sich das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) für mehr Transparenz im Wassersektor ein. Das in Berlin ansässige internationale Water Integrity Network (WIN) bekämpft die Korruption im Wassersektor.

Der von WIN zum Weltwassertag am 22. März herausgegebene Water Integrity Global Outlook analysiert die größten Herausforderungen der Korruptionsbekämpfung. Er spricht klare Empfehlungen aus, die Korruption zu bekämpfen. Anlässlich der Präsentation des diesjährigen Outlooks betont das BMZ daher die Bedeutung der Stärkung von Integrität und Transparenz im Wassersektor.

“Korruption im Wassersektor hat viele Gesichter: Beispielsweise werden giftige Abwässer in Flüsse geleitet und knappe Wasserressourcen übernutzt, ohne dass die Verursacher zur Rechenschaft gezogen werden. Und es versickern Gelder – mindestens 75 Milliarden US-Dollar im Jahr -, die für den Ausbau der Wasserversorgung gerade für die Ärmsten dringend nötig wären”, so Thomas Silberhorn, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. “Die Armen sind grundsätzlich die Hauptleidtragenden korrupter Systeme.”

Deshalb setzt die deutsche Entwicklungszusammenarbeit bereits seit Jahren Antikorruptionskonzepte im Wassersektor um. Durch die eingeforderte Unterstützung von öffentlichen Versorgern und Regulierungsbehörden wird die Transparenz bei Vergabeentscheidungen und finanziellem Management erhöht. Die Anfälligkeit für Bestechung und Vorteilsnahme in der Wasserversorgung als einem Sektor mit natürlichem Monopol wird so deutlich verringert.

Noch immer nutzen weltweit mindestens 1,8 Milliarden Menschen Trinkwasserquellen, die mit Fäkalien verunreinigt sind. Zugleich verschärft sich die Konkurrenz um knappe Wasserressourcen immer weiter. Korruption auf allen Ebenen ist eine der großen Hürden auf dem Weg zu besserer Wasser- und Sanitärversorgung und zu nachhaltigem Wassermanagement.

Der Wassersektor spielt seit vielen Jahren eine bedeutende Rolle für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit. Durch die deutsche Entwicklungszusammenarbeit erhalten jedes Jahr mindestens zehn Millionen Menschen neu Zugang zu Trinkwasser und Sanitärversorgung, wie zum Beispiel zu Toiletten.

Pressekontakt:

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Europahaus, Stresemannstr. 94
10963 Berlin
Deutschland

Telefon: 030 / 185 35-24 51 oder -28 70
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