DJV kritisiert Farce um Erdogan-Satire

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Berlin (pressrelations) –

DJV kritisiert Farce um Erdogan-Satire

Der Deutsche Journalisten-Verband wirft dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan vor, wegen dessen Intervention gegen eine Satire des Norddeutschen Rundfunks unnötige diplomatische Verwicklungen ausgelöst zu haben. Erdogan hatte zuvor den deutschen Botschafter in der Türkei einbestellt. In dem Satirebeitrag des NDR-Magazins “Extra 3” wird Erdogans gestörtes Verhältnis zur
Presse- und Meinungsfreiheit als Parodie auf den Nena-Song “Irgendwie, irgendwo, irgendwann” aufs Korn genommen. “Der türkische Machthaber Erdogan hat offenbar die Bodenhaftung verloren”, bewertet DJV- Bundesvorsitzender Frank Überall die diplomatischen Verwicklungen.
“Wenn er wegen einer Satire den deutschen Botschafter in den Senkel stellt, haben die Macher von ,Extra 3 ins Schwarze getroffen.
Glückwunsch dazu!”

Aus Sicht des DJV-Vorsitzenden sei Erdogan Opfer des “Streisand- Effekts” geworden: “Seine außenpolitische Empörung ist so lächerlich, dass er sich zum Gespött der sozialen Netzwerke gemacht hat.” Über das berechtigte Gelächter dürfe aber nicht übersehen werden, dass “die Verfolgung kritischer Journalisten in der Türkei bittere Realität ist”, sagt Überall. Er hoffe, dass der deutsche Botschafter in Ankara den türkischen Präsidenten auf die Bedeutung des Grundrechts Pressefreiheit hingewiesen habe.

Pressekontakt:

Deutscher Journalisten-Verband (DJV)
Charlottenstr. 17
10117 Berlin
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Telefax: +49 (0)30/726 27 92 13

Mail: djv(at)djv.de
URL: www.djv.de

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