Tarifrunde Tageszeitungen ohne Termin vertagt

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Berlin (pressrelations) –

Tarifrunde Tageszeitungen ohne Termin vertagt

Ohne nennenswerte Verhandlungsfortschritte endete am heutigen Nachmittag in Berlin die dritte Runde der Tarifverhandlungen für die rund 13.000 Redeakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen. Der Deutsche Journalisten-Verband nannte das modifizierte Angebot der Verleger unzureichend. Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger hatte zuvor einen über zwei Jahre laufenden Gehaltstarifvertrag gefordert. Die angebotene Gehalts- bzw.
Honorarerhöhung sollte nach BDZV-Vorstellung einmalig zwei Prozent zum 1. Mai 2016 betragen. “Damit hat sich der BDZV gegenüber der zweiten Tarifrunde am 10. März kaum bewegt”, kritisierte DJV-Verhandlungsführer Kajo Döhring.

Döhring warf den Verlegern vor, dass sie offenbar die berechtigte Forderung der Journalisten nach einem realen Einkommenszuwachs nicht ernst nähmen: “Wer in Sonntagsreden die Bedeutung des Qualitätsjournalismus feiert, darf nicht werktags an der Abkopplung der Journalisten von der allgemeinen Einkommensentwicklung basteln.”

Der DJV-Verhandlungsführer dankte den Kolleginnen und Kollegen, die parallel zur dritten Tarifrunde dem Aufruf des DJV zu Warnstreiks gefolgt seien. Arbeitsniederlegungen gab es an mehreren Zeitungstiteln in Baden-Württemberg und in Ostwestfalen-Lippe. An einer zentralen Streikversammlung in Bielefeld nahmen am Mittag rund 100 Journalisten teil.

Die punktuellen Warnstreiks seien als kleine Nadelstiche gegen dickfellige Verleger zu sehen, sagte Döhring: “Wenn sich der BDZV nicht spürbar bewegt, können wir die Streikmaßnahmen problemlos ausweiten.” Ein Termin für die Fortsetzung der Tarifverhandlungen wurde noch nicht vereinbart.

Pressekontakt:

Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Hendrik Zörner
Tel. 030/72 62 79 20
Fax 030/726 27 92 13
Sie finden unsere Pressemitteilung auch unter www.djv.de

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