An Wasserschloss Reelkirchen in Blomberg erinnert künftig Bronzetafel an privates Engagement

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Bonn (pressrelations) –

An Wasserschloss Reelkirchen in Blomberg erinnert künftig Bronzetafel an privates Engagement

Gelungene Fenstersanierung

In diesen Tagen erreicht zur Erinnerung an die gelungene Fensterrestaurierung am Wasserschloss Reelkirchen in Blomberg Denkmaleigentümerin Dr. Sigrun Brunsiek eine Bronzetafel mit dem Hinweis “Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale”. Dadurch bleibt das Engagement der privaten Förderer der Stiftung und der Rentenlotterie von WestLotto auch nach den Maßnahmen an vorbildlichen Projekten sichtbar und kann zu weiterer Unterstützung motivieren.

Für die Restaurierung der Fenster des Wasserschlosses stellte die Denkmalstiftung dank der Lotterie GlücksSpirale vor zwei Jahren 40.000 Euro zur Verfügung. Die Burg ist eines von über 380 Projekten, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und Mittel von WestLotto aus der Lotterie GlücksSpirale allein in Nordrhein-Westfalen fördern konnte.

An der Straße nach Blomberg liegt die von Gräften umschlossene Anlage Schloss Reelkirchen aus dem 16. Jahrhundert. Über eine steinerne Gräftenbrücke aus dem 18. Jahrhundert erreicht man die Anlage durch die rundbogige Tordurchfahrt in der langgestreckten Vorburg mit ihrem Eckturm. In der feldseitig aus Bruchstein errichteten Vorburg sind schießschartenartige Öffnungen zu erkennen. Die Durchfahrt flankieren zwei aus Werkstein gearbeitete Reliefwappen. Hofseitig besteht der Bau aus Fachwerk.

Das symmetrisch gegliederte Herrenhaus entstand 1755. Es erhebt sich auf einem massiven Sockelgeschoss als zweigeschossiger, heute verputzter Fachwerkbau mit Mansarddach und Gauben. Hochrechteckfenster gliedern die Fassade. Eine zweiläufige Freitreppe führt zu einem doppelflügeligen Portal mit Oberlicht. Von der Diele aus erschließt den Bau eine dreiläufige Treppe, die mit Voluten am Antrittspfosten sowie Blumen- und Rankenschnitzereien geschmückt ist. Die Aufteilung der Räume in Erd- und Obergeschoss folgt weiterhin der ursprünglichen Planung. Bemerkenswert ist im Obergeschoss ein Tapetenzimmer mit französischen Grisailletapeten, die drei venezianische Szenen zeigen und vermutlich um 1810 entstanden.

Die Anlage besitzt mit ihrem weitgehend erhaltenen Ensemble und der originalen Raumstruktur besondere Bedeutung als Beispiel für die Wohnkultur des ländlichen Adels im 18. und 19. Jahrhundert. Wegen längeren Leerstands und nur notwendigster Bauunterhaltung hat eindringende Feuchtigkeit das Bauwerk geschädigt.

Pressekontakt:

Deutsche Stiftung Denkmalschutz
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53113 Bonn

Telefon: 0228 9091-402
Telefax: 0228 9091-409

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