DJV mahnt Schutz von Journalisten in der Ukraine an

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Berlin (pressrelations) –

DJV mahnt Schutz von Journalisten in der Ukraine an

Der Deutsche Journalisten-Verband fordert die ukrainischen Sicherheitsbehörden auf, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um den Schutz und die Sicherheit der internationalen Korrespondenten zu gewährleisten. Anlass ist die Veröffentlichung von Daten mehrerer tausend Journalisten auf einer ukrainischen Website und die Verunglimpfung der Berichterstatter als “Kollaborateure des Terrors”. Neben den Namen sind Mail-Adressen, Telefonnummern und Aufenthaltsorte der Korrespondenten öffentlich einsehbar. Die Datensätze sollen von einer gehackten Datenbank der sogenannten Donezker Volksrepublik zur Akkreditierung von Korrespondenten stammen.

“Journalistinnen und Journalisten in Krisengebieten sind nicht Konfliktpartei, sondern unparteiische Beobachter, die ihrem Beruf nachgehen”, stellt DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall klar. Nur durch ihre Vorortrecherchen in der Ostukraine sei die Öffentlichkeit in der Lage, sich ein realistisches Bild über die Situation in dem Krisengebiet zu machen. Die ukrainischen Behörden seien in der Pflicht, Anschläge oder Übergriffe auf die Berichterstatter zu verhindern.

“Ich sehe hier aber auch die Verlage, Nachrichtenagenturen und Sender in der Verantwortung, je nach Entwicklung der Sicherheitslage ihre Korrespondenten aus der Ostukraine abzuziehen”, so der DJV-Vorsitzende.

Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:

Hendrik Zörner
Tel. 030/72 62 79 20
Fax 030/726 27 92 13
Sie finden unsere Pressemitteilung auch unter www.djv.de

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