Passauer OB besichtigt DSD-gefördertes Waisenhaus

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Bonn (pressrelations) –

Passauer OB besichtigt DSD-gefördertes Waisenhaus

Drei-Meter-Wasser-Schaden

Am Donnerstag, den 2. Juni 2016 um 11.00 Uhr besichtigt Oberbürgermeister Jürgen Dupper das kürzlich fertig sanierte Waisenhaus im Ort 10 in Passau. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD), die durch Heinz Hurth vom Ortskuratorium München der DSD bei dem Besuch vertreten wird, unterstützte die Restaurierung der Waisenhauskapelle – konkret die Beseitigung der Hochwasserschäden am Hochaltar, an zwei ovalen Tafelgemälden und zwei Einzelskulpturen – mit 22.000 Euro.

Das 1749 von einem Passauer Schiffsmeister und Gastwirt testamentarisch gestiftete Waisenhaus ist ein dreigeschossiger Barockbau. Die Hauptfassade der von 1750 bis 1762 errichteten Vierflügelanlage wird durch acht Fensterachsen gegliedert, deren beide mittlere auf einem leicht vorspringenden Risalit liegen. Während das Erdgeschoss eine Putzquaderung aufweist, sind die beiden oberen Geschosse einfach verputzt. Nach den Plänen von Johann Michael Schneitmann befindet sich hier zur Flussseite auch das aufwendig von zwei Nischen gerahmte Portal, dessen Bekrönung sich über das gesamte erste Obergeschoss erstreckt. Die Bilder neben dem Tor zeigen den Stifter Lukas Kern und seine Ehefrau Anna Theresia. Ein abgewalmtes Dach mit vier Gauben und einem Dachreiter schließen den Bau ab.

Zum Waisenhaus gehört eine einschiffige, reich ausgestaltete Kapelle, die sich hinter dem Mittelrisalit befindet. Der Innenraum ist reich stuckiert. Das Altargemälde des barocken Hochaltars rahmen Engelskulpturen. Bereits nach dem Hochwasser im Sommer 2002 musste ein Sanierputz aufgebracht werden, der noch bis April 2003 Ausblühungen zeigte und nachgebessert werden musste. Beim Hochwasser 2013 stand das Wasser drei Meter hoch im Kapelleninnenraum, der dadurch stark geschädigt wurde. Das Holz und die Farbfassung der Ausstattung waren ebenso betroffen wie der Hauptaltar. Nach dem Ablaufen des Wassers beobachtete man etwa anderthalb bis zwei Monate, wie die Raumschale und die Ausstattung auf die nur langsam entweichende Feuchtigkeit und Luftfeuchte reagierten. Erst dann legte man das Maßnahmenkonzept fest.

Die Hochwasserschäden am Hochaltar wurden durch einen Restaurator beseitigt, insbesondere an den beiden ovalen Tafelgemälden mit Darstellungen der Hl. Maria und Hl. Anna sowie den beiden Einzelskulpturen der Hl. Maria und des Hl. Joseph. Insgesamt war die gesamte Raumschale mit polychromer Ausmalung mit den meisten Ausstattungsexponaten zu restaurieren.

Das Passauer Waisenhaus gehört zu den über 340 Projekten, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Bayern fördern konnte.

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