Siemens verbessert Kommunikation via Ethernet für Unterwassereinsatz

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München (pressrelations) –

Siemens verbessert Kommunikation via Ethernet für Unterwassereinsatz

Siemens hat ein mit dem Advanced Converter
Switch (ACS) einen neuen Verbindungsschalter zur Verbesserung der Ethernet-Kommunikation unter Wasser entwickelt und getestet. Der ACS ermöglicht die Kommunikation bei höheren Datenraten und über größere Distanzen als dies mit der heute üblichen elektrischen Verteilungstechnologie möglich ist. Mit dem ACS wird die Unterwasserkommunikation präziser und effektiver. Die transparente Kommunikationslösung kann für Verbindungen zu bereits bestehenden unterseeischen Feldern ebenso wie für Felderweiterungen und neu zu erschließende Felder genutzt werden. Das Ergebnis ist eine einfache und wirtschaftliche Lösung für die Unterwasserkommunikation via Ethernet im “Brownfield”- und “Greenfield”-Bereich. Der ACS erfüllt die Industriestandards und ist ab sofort erhältlich.

Das ACS stellt eine zuverlässige und wirtschaftliche Alternative zu herkömmlichen Upgrades vorhandener Subsea-Ausrüstungen von älteren Kommunikationsstandards auf Ethernet und/oder Glasfaser dar. Die vorhandene, zuverlässige und kostengünstige Kupferkabeltechnologie wird dabei durch Glasfasertechnologie ergänzt, die längere Übertragungsstrecken ermöglicht. Auf diese Weise lässt sich in unterseeischen Kommunikationsnetzen eine Hochgeschwindigkeitskommunikation über größere Distanzen realisieren. Dies schließt sowohl die Kommunikation zwischen Sensoren und Steuerungssystemen auf dem Meeresboden als auch die Kommunikation zwischen Meeresboden und Meeresoberfläche ein. Entsprechend bietet sich die Installation des Produktes an, wenn die Kommunikation und die Datenübertragung aus Brownfields und neu erschlossenen Feldern unter komplexen Bedingungen und bei weiten Entfernungen verbessert werden sollen.

Siemens hat ein vollständig qualifiziertes Produkt entwickelt, mit dem unterschiedliche Kommunikationstypen bis zu einer Entfernung von 84 Kilometern und einer Tiefe von 3.000 Metern unter dem Meeresspiegel kombiniert und umgewandelt werden können. Heute werden teure Versorgungskabel, Behälter und Steuermodule eingesetzt, um unterschiedliche Signaltypen unter Wasser über längere Distanzen zu verteilen und umzuwandeln.

Ethernet ist eine gängige Technologie für die Kommunikation zwischen Plattform bzw. Festland und dem Meeresboden ebenso wie für die Kommunikation von Unterwasseranwendungen wie Schnittstellensensoren. Auch elektronische Steuermodule kommunizieren in der Regel über Ethernet. Die höhere Kapazität der Ethernet-Kommunikation ist auf die relativ hohe Bandbreite zurückzuführen. Entsprechend den gängigen Standards ist die Ethernet-Kommunikation über Twisted-Pair-Kupferkabel heute auf eine Entfernung von 100 Metern und damit auf den Bereich ein und desselben Bohrlochs beschränkt. Glasfaserkabel hingegen sind für größere Entfernungen geeignet. Werden sie anstelle von Stromkabeln eingesetzt, vergrößert sich die maximale Distanz der Ethernet-Übertragung beträchtlich, sodass auch die Kommunikation zwischen verschiedenen Bohrlöchern möglich ist.

Der ACS besteht im Wesentlichen aus einer Atmosphärenkammer, einer Leiterplatte sowie einer Glas-Metall-Verbindung auf der Kupferseite und einer Glas-Glas-Verbindung auf der Glasfaserseite. Dadurch ist eine praxiserprobte Versiegelung der Atmosphärenkammer gegeben. Der modulare Aufbau ermöglicht unterschiedliche Konfigurationen. Daher können mehrere, in einem Kabel, einem Sensorkabelbaum, einem Anschluss eines Versorgungskabels oder einem Unterwasser-Ethernet-Switch integrierte faseroptische und/oder elektrische Ethernet-Schnittstellen kombiniert werden. Die Lösung basiert auf den praxiserprobten Siemens Subsea-Produkten und auf bewährten Verteilungstechnologien für faseroptische und elektrische Signale sowie Versorgungskabelanschlüssen. Zur Versiegelung wurde die gleiche Technologie angewendet wie bei Siemens Advanced Fiber Terminations (AFT) und Advanced Cable Terminations (ACT).

Die Leistungsüberwachung kann fortlaufend oder bei Bedarf erfolgen und muss nicht neu konfiguriert werden, wenn an die elektrischen Unterwasserschnittstellen angeschlossene Einheiten ersetzt oder modernisiert werden. Mit der Entwicklung der modularen Leiterplatte, die speziell für den Einsatz in Verbindung mit vorhandener und praxiserprobter Unterwassertechnologie ausgelegt ist, konnten Probleme in Bezug auf Stromverbrauch, EMV, Signalüberwachung und umwandlungen gelöst werden.

Weitere Informationen zur Division Energy Management finden Sie unter www.siemens.de/energy-management

Weitere Informationen zum Thema subsea finden Sie unter www.siemens.com/subsea

Die Siemens AG (Berlin und München) ist ein führender internationaler Technologiekonzern, der seit mehr als 165 Jahren für technische Leistungsfähigkeit, Innovation, Qualität, Zuverlässigkeit und Internationalität steht. Das Unternehmen ist in mehr als 200 Ländern aktiv, und zwar schwerpunktmäßig auf den Gebieten Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung. Siemens ist weltweit einer der größten Hersteller energieeffizienter ressourcenschonender Technologien. Das Unternehmen ist Nummer eins im Offshore-Windanlagenbau, einer der führenden Anbieter von Gas- und Dampfturbinen für die Energieerzeugung sowie von Energieübertragungslösungen, Pionier bei Infrastrukturlösungen sowie bei Automatisierungs-, Antriebs- und Softwarelösungen für die Industrie. Darüber hinaus ist das Unternehmen ein führender Anbieter bildgebender medizinischer Geräte wie Computertomographen und Magnetresonanztomographen sowie in der Labordiagnostik und klinischer IT. Im Geschäftsjahr 2015, das am 30. September 2015 endete, erzielte Siemens einen Umsatz von 75,6 Milliarden Euro und einen Gewinn nach Steuern von 7,4 Milliarden Euro. Ende September 2015 hatte das Unternehmen weltweit rund 348.000 Beschäftigte. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.siemens.com

Link zu dieser Presseinformation
www.siemens.com/press/PR2016060303EMDE

Ansprechpartner

Herr Heiko Jahr
Division Energy Management
Siemens AG
Freyeslebenstr. 1
91058 Erlangen

Tel: +49 (9131) 7-29575

heiko.jahr?@siemens.com

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