Plakette in Wolfersdorf erinnert an Stiftungs-Hilfe

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Bonn (pressrelations) –

Plakette in Wolfersdorf erinnert an Stiftungs-Hilfe

Bronzeplakette für die Fröhliche Wiederkunft

Kurzfassung: In den letzten Jahren konnte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank der Mittel der GlücksSpirale insgesamt rund 130.000 Euro am ehemaligen Jagdschloss Fröhliche Wiederkunft in Wolfersdorf-Trockenborn zur Verfügung stellen. Nun überbringt am 13. Juni 2016 um 11.00 Uhr Barbara Schönfelder, Ortskuratorin Weimar der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), eine Bronzetafel mit dem Hinweis “Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale” an Denkmaleigentümer Professor Dr. Ulrich Schubert. Damit bleibt das Engagement der privaten Förderer der Stiftung und der Rentenlotterie von Lotto auch nach den Maßnahmen an vorbildlichen Projekten sichtbar und kann zu weiterer Unterstützung motivieren. In den letzten Jahren konnte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz dank der Mittel der GlücksSpirale insgesamt rund 130.000 Euro für die Instandsetzungsarbeiten außen und innen am ehemaligen Jagdschloss zur Verfügung stellen.

Langfassung: In den letzten Jahren konnte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank der Mittel der GlücksSpirale insgesamt rund 130.000 Euro am ehemaligen Jagdschloss Fröhliche Wiederkunft in Wolfersdorf-Trockenborn zur Verfügung stellen. Nun überbringt am Montag, den 10. Juni 2016 um 11.00 Uhr Barbara Schönfelder, Ortskuratorin Weimar der DSD, anlässlich der Eröffnung des Bilderzimmers eine Bronzetafel mit dem Hinweis “Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale” an Denkmaleigentümer Professor Dr. Ulrich Schubert. Dadurch bleibt das Engagement der privaten Förderer der Stiftung und der Rentenlotterie von Lotto auch nach den Maßnahmen an vorbildlichen Projekten sichtbar und kann zu weiterer Unterstützung motivieren.

Von 1547 bis 1551 ließ der sächsische Kurfürst Johann Friedrich der Großmütige in den Wäldern des Holzlandes ein Jagdschloss errichten, das als Ersatz für ein in den Schmalkaldischen Kriegen zerstörtes Schloss dienen sollte. Er beauftragte damit Nikolaus Gromann, den landesfürstlichen Baumeister. Seinen Namen erhielt das Schloss als Erinnerung an die erste Begegnung Johann Friedrichs mit seiner Familie nach der Heimkehr aus mehrjähriger kaiserlicher Gefangenschaft 1552.

Die fünftürmige Anlage auf fast quadratischem Grundriss lag auf einer Insel in einem künstlich aufgestauten See und verfiel wohl seit dem Dreißigjährigen Krieg. Von 1858 bis 1865 wurde sie von Herzog Joseph von Sachsen-Altenburg im Stil der Neogotik umgebaut. Erdgeschoss und Treppenturm sind massiv, die oberen Geschosse als verputzte Fachwerkkonstruktion erbaut. Die neogotische Innenarchitektur mit hölzernen Wand- und Deckenvertäfelungen ist noch weitgehend erhalten, jedoch sind farbige Raumfassungen nur vereinzelt überkommen. Nach der Abdankung Herzogs Ernst II. von Sachsen-Altenburg 1918 diente das Schloss bis 1955 als dessen Ruhesitz. Teile der vielgestaltigen Anlage stellte der Herzog ab 1934 Angehörigen der Universität Jena als Erholungsheim zur Verfügung. Nach seinem Tod wurde das Schloss Volkseigentum und als Jugendwerk- und Jugendlernhof genutzt. 2007 wurde die Anlage, die sich in Landeseigentum befand, an den privaten Eigentümer verkauft, der die umfangreiche Instandsetzung des gesamten Areals für eine Nutzung als Hotel begann.

Am Haupthaus führten marode Dachdeckung und -entwässerung zu Schäden an der Konstruktion und den Gauben. Das Mauerwerk, die Fachwerkkonstruktion und die Ausfachungen wiesen statische Schäden auf. Der Bauherr hat einen Mitarbeiterstab aufgebaut, der bei dieser großen Sanierungsmaßnahme unter fachlicher Anleitung Hervorragendes leistet. Alle Arbeiten finden in enger Abstimmung mit den Denkmalbehörden statt. Die DSD konnte den engagierten Eigentümer bei den Instandsetzungsarbeiten am Dach, an den Fassaden und im Inneren unterstützen.

Das Jagdschloss Fröhliche Wiederkunft gehört zu den über 440 Projekten, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Thüringen fördern konnte.

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