DSD fördert erneut die Obere Mühle in Meckenheim

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Bonn (pressrelations) –

DSD fördert erneut die Obere Mühle in Meckenheim

Das letzte Denkmal am Ort

Mit 50.000 Euro unterstützt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank der Lotterie GlücksSpirale, deren Destinatär sie seit 1991 ist, die Restaurierung der Maschinen und der Antriebstechnik der Oberen Mühle in Meckenheim im Rhein-Sieg-Kreis. Den symbolischen Fördervertrag überbringt Michael Vangerow, Ortskurator Bonn der DSD, bei einem Pressetermin vor Ort am Montag, den 11. Juli 2016 um 10.00 Uhr im Beisein von René Klose von WestLotto an Sibylle Freifrau von Nordeck. Die Obere Mühle ist eines der über 380 Projekte, die die Deutsche Stiftung Denkmalschutz dank Spenden und Mittel von WestLotto aus der Lotterie GlücksSpirale allein in Nordrhein-Westfalen fördern konnte.

In der Swistbachaue bei Meckenheim liegt an einem bereits im 17. Jahrhundert nachgewiesenen Mühlenstandort die Obermühle. Sie besteht aus einem zweigeschossigen Wohnhaus, dem Wassermühlenbau mit Mahlwerk aus dem Jahr 1911 und einem zehn Jahre jüngeren Anbau.

Das auf alten Grundmauern errichtete Wohnhaus stammt im Kern aus dem 18. Jahrhundert und wurde im 19. und 20. Jahrhundert stark umgebaut. Nach einem Brand wurde auch das Mühlengebäude 1908/1911 auf den alten Kellern aus dem 17. Jahrhundert zweigeschossig neu errichtet und 1921 in Fachwerk aufgestockt. An das Gebäude schließt das Maschinenhaus an. Die Mühle war als Getreide- und Futtermühle bis 1970 in Betrieb. Das Mahlwerk von 1911 und ein großer Teil der Technik des 19. Jahrhunderts sind vollständig vorhanden. Den Mühlenteich gibt es nicht mehr, doch der Unterlauf des Mühlbaches bis zur Mündung in die Swist ist noch erhalten.

Lange Zeit hat man die Bauunterhaltung vernachlässigt, so dass Risse im Mauerwerk und großflächige Putzschäden auftraten. Die Schäden führten zu statischen Gefährdungen der Dachkonstruktion und zu Holzschäden an der Fachwerkkonstruktion des Südgiebels. Fenster und Türen waren marode, die Mühlentechnik wies Standschäden auf, teilweise hatten Holzwurm und Feuchtigkeit dem Holz geschadet. Zur Bestandssicherung der Mühle wurde der Dachstuhl repariert und die Dachdeckung erneuert. Der Giebel erhielt eine Verkleidung mit Lärchenholz als Stülpschalung, der Außenputz an der Straßenfassade wurde erneuert.

Für das im Zweiten Weltkrieg stark zerstörte Meckenheim ist die Obermühle eines der letzten Denkmale. Dank ihrer Lage an einem Wander- und Fahrradweg könnte sich die Mühle bei regelmäßiger Öffnung und weiteren ergänzenden Angeboten als Ausflugsziel etablieren. Genutzt werden könnten die Gebäude durch ein Ausstellungsangebot oder als Heimatmuseum.

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