Plakette in Köln erinnert an die privaten Förderer der Deutschen Stiftung Denkmalschutz

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Bonn (pressrelations) –

Plakette in Köln erinnert an die privaten Förderer der Deutschen Stiftung Denkmalschutz


Bronze für die Synagoge

Kurzfassung: Kai Nilson, Ortskurator Köln der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), überbringt, am 11. Juli 2016 um 18.00 Uhr im Beisein von Jörg Lehmann von WestLotto zur Erinnerung an die vorbildliche Restaurierung der Synagoge in der Rheinmetropole eine Bronzetafel mit dem Hinweis “Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale” an Abraham Lehrer von der Synagogen-Gemeinde Köln. Die Plakette soll bei abgeschlossenen Projekten an das Engagement der privaten Förderer der DSD und die GlücksSpirale erinnern und zu weiterer Unterstützung motivieren. Die Denkmalstiftung hatte 2012 für die Mauerwerkssanierung an dem Gotteshaus 50.000 Euro zur Verfügung gestellt. Die Ende des 19. Jahrhunderts errichtete Synagoge gehört zu den über 370 Projekten, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von WestLotto, allein in Nordrhein-Westfalen fördern konnte.

Langfassung: Zur Erinnerung an die vorbildliche Restaurierung der Synagoge in der Rheinmetropole überbringt Kai Nilson, Ortskurator Köln der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), am Montag, den 11. Juli 2016 um 18.00 Uhr im Beisein von Jörg Lehmann von WestLotto eine Bronzetafel mit dem Hinweis “Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale” an Abraham Lehrer von der Synagogen-Gemeinde Köln. Die Plakette soll bei abgeschlossenen Projekten an das Engagement der privaten Förderer der DSD und die GlücksSpirale erinnern und zu weiterer Unterstützung motivieren. Die Denkmalstiftung hatte 2012 für die Mauerwerkssanierung an dem Gotteshaus 50.000 Euro zur Verfügung gestellt.

Die Stadt Köln erlebte Ende des 19. Jahrhunderts einen stetigen industriellen und wirtschaftlichen Aufschwung. 1861 hatte man für die jüdische Gemeinde Kölns in der Glockengasse eine Haupt-Synagoge im maurischen Stil errichtet.

30 Jahre später jedoch reichte der Platz für die auf fast 10.000 Mitglieder gewachsene Gemeinde nicht mehr aus. So ließ man für die liberalen Mitglieder eine neue Synagoge im neoromanischen Stil an der Roonstraße erbauen. Der Grundstein wurde am 23. Oktober 1895 gelegt, die Einweihung erfolgte am 22. März 1899.

Der U-förmige Gebäudekomplex mit Tuffsteinverkleidung und Sandsteinquadern weist im Zentrum einen von einer Kuppel überwölbten Zentralraum auf kreuzförmigem Grundriss mit Vorhalle auf, der von viergeschossigen Begleitbauten flankiert wird. Ein Vierungsturm, Flankentürmchen und zwei vorspringende, den Zentralbau begleitende, ursprünglich drei- und heute viergeschossige Bauten, Walm- und Zeltdächer sowie Werksteinfassaden mit reicher Bauskulptur prägen den anspruchsvollen Bau.

Am 9. November 1938 wurden in der sogenannten Reichspogromnacht alle sieben Synagogen Kölns von den Nationalsozialisten zerstört und verwüstet. Weitere Schäden erlitten sie durch Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg. Nach dem Krieg setzte sich Konrad Adenauer für die Wiederherstellung der Synagoge ein. Die im Äußeren mit Veränderungen wiederhergestellte und im Inneren vereinfachte Synagoge an der Roonstraße wurde nach zweijähriger Bauzeit am 20. September 1959 eröffnet.

Die Synagoge dient als Versammlungs- und Gotteshaus. Das Gebäude verfügt über ein koscheres Restaurant, eine Bibliothek, ein Museum, ein Jugendzentrum und einen Festsaal. Der Gebetsraum bietet 800 Männern und 600 Frauen Platz. Die während des Novemberpogroms 1938 von dem katholischen Priester Gustav Meinertz gerettete Torarolle der Synagoge in der Glockengasse von 1902 wurde 2007 vom Erzbistum Köln restauriert und wird nun wieder in der Liturgie benutzt.

Die Synagoge gehört zu den über 380 Projekten, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und Mittel von WestLotto aus der Lotterie GlücksSpirale allein in Nordrhein-Westfalen fördern konnte.

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53113 Bonn

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