Bayer baut Zusammenarbeit mit X-Chem in der Wirkstoffforschung für neuartige Arzneimittel aus

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Leverkusen (pressrelations) –

Bayer baut Zusammenarbeit mit X-Chem in der Wirkstoffforschung für neuartige Arzneimittel aus

Bayer erweitert seine Forschungskooperation mit dem Biotechnologie-Unternehmen X-Chem zur Entwicklung neuartiger niedermolekularer Therapeutika. Die Zusammenarbeit erstreckt sich über verschiedene Therapiegebiete sowie Target-Klassen und ermöglicht Bayer einen erweiterten Zugang zur DEX-Technologie von X-Chem, zu der eine Bibliothek von über 120 Milliarden DNA-codierten niedermolekularen Substanzen gehört. Ziel der Kooperation ist es, innovative chemische Leitstrukturen für komplexe krankheitsrelevante Zielmoleküle (Targets) in verschiedenen Bereichen mit hohem medizinischen Bedarf hervorzubringen.

Die beiden Partner arbeiten seit 2012 erfolgreich im Rahmen einer Forschungskooperation zusammen. Bayer hat bereits zwei Programme für mehrere Serien niedermolekularer Substanzen von X-Chem einlizenziert, die komplexe Zielstrukturen wie Protein-Protein-Interaktionen adressieren. Die neue, mehrjährige Vereinbarung wird den Umfang und die Dauer der Partnerschaft erheblich ausweiten.

“Bayer und X-Chem haben eine starke Partnerschaft aufgebaut, deren bisherige Ergebnisse die Erwartungen übertroffen haben. Unsere interne Expertise mit Technologien und dem Know-how exzellenter externer Partner zu ergänzen, ist ein integraler Bestandteil unserer Innovationsstrategie bei Bayer”, sagte Professor Andreas Busch, Mitglied des Executive Committee der Division Pharmaceuticals der Bayer AG und Leiter Drug Discovery. “Wir sehen die DEX-Plattform als wertvolle Ergänzung für unsere eigene Wirkstoffforschung und freuen uns auf die weitere Kooperation mit X-Chem, mit denen wir an einigen unserer wichtigsten Zielstrukturen arbeiten werden. Die X-Chem-Plattform ist hierfür ideal geeignet.”

“X-Chem konnte mit Hilfe der umfangreichen Substanzbibliothek bedeutende Fortschritte bei der Entdeckung niedermolekularer Wirkstoffkandidaten erzielen. Zahlreiche Erfolge im Rahmen unserer Partnerschaften haben dazu beigetragen, die DEX-Plattform umfassend zu validieren. Sie liefert neue chemische Verbindungen gegen eine Vielfalt von Zielstrukturen, einschließlich schwieriger Targets”, sagte Rick Wagner, Ph.D., Chief Executive Officer von X-Chem. “Wir sind glücklich, Bayer als großen strategischen Partner gewonnen zu haben und diese starke und erfolgreiche Kooperation weiter auszubauen. X-Chem freut sich darauf, mit Bayer an einem breiteren Spektrum von Krankheiten mit erheblichem medizinischen Bedarf zu arbeiten.”

Im Rahmen der neuen Vereinbarung erhält X-Chem eine Vorauszahlung, Mittel für Forschung und Entwicklung sowie potenzielle Zahlungen bei Erreichen präklinischer, klinischer und regulatorischer Meilensteine in einer Gesamthöhe von bis zu USD 528 Mio. Bayer erhält die exklusive Option zur Lizenzierung aller Programme, die aus der Kooperation hervorgehen. X-Chem erhält Lizenzgebühren und umsatzabhängige Meilensteinzahlungen für jedes erfolgreich auf den Markt gebrachte Arzneimittel, das aus einem lizenzierten Kooperationsprogramm hervorgeht.

Über die DEX-Technologie
Grundlage der DEX-Plattform zur Wirkstoffforschung ist eine Substanzbibliothek, die derzeit mehr als 120 Milliarden Verbindungen enthält und weiter wächst. Befüllt wird sie mittels iterativer kombinatorischer Synthese kleiner Moleküle, die mit DNA-Tags verknüpft sind, welche die Synthese der kleinen Moleküle aufzeichnen. An jedes kleine Molekül in der Bibliothek ist ein einzigartiger DNA-Barcode angeheftet. Die Bibliothek wird mittels affinitätsbasierter Bindung an eine Zielstruktur durchsucht. Diejenigen Moleküle, die gegebenenfalls an die Zielstruktur binden, lassen sich auf diese Weise “herausfischen”, während die restlichen Moleküle weggespült werden. Dann werden mittels DNA-Sequenzierung die sich anreichernden, an die Zielstruktur gebundenen Moleküle identifiziert. Durch die große Vielfalt in der Bibliothek entstehen zahlreiche Familien oder Cluster verwandter Moleküle, die gegebenenfalls an die Zielstruktur binden; dies ist die Grundlage für die Erkennung von Struktur-Wirkungs-Beziehungen.
Struktur-Wirkungs-Beziehungen werden typischerweise in der medizinischen Chemie als Orientierung im iterativen chemischen Reifungsprozess vom Molekül zum Arzneimittel genutzt. Gemäß der in der DNA-Sequenz codierten Informationen zur Synthese werden dann die Moleküle, diesmal ohne den DNA-Tag, hergestellt und in konventionellen Tests auf ihre Aktivität untersucht. Die X-Chem-Plattform ermöglicht somit das gründliche Durchsuchen ihrer umfangreichen und wachsenden Bibliothek, mit einzigartiger Chemie, proprietären Screeningmethoden, hochentwickelten IT-Tools und einer reichhaltig gefüllten Datenbank auf der Grundlage bereits erzielter Erfolge.

Über X-Chem
X-Chem, Inc. ist ein in Waltham, Massachusetts, USA ansässiges Biotechnologieunternehmen in Privatbesitz. Die Mission des Unternehmens ist es, seine leistungsstarke Technologie zur Entdeckung von niedermolekularen Verbindungen gegen verschiedene therapeutische Zielstrukturen einzusetzen. X-Chem hat Partnerschaften mit Roche, AstraZeneca, Bayer, Pfizer, Sanofi, Janssen, Alexion, MD Anderson Cancer Center und mehreren anderen führenden pharmazeutischen Unternehmen, Biotechnologie-Organisationen und akademischen Zentren. Weitere Informationen zu X-Chem finden Sie hier: http://www.x-chemrx.com/.

Bayer: Science For A Better Life

Bayer ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Kernkompetenzen auf den Life-Science-Gebieten Gesundheit und Agrarwirtschaft. Mit seinen Produkten und Dienstleistungen will das Unternehmen den Menschen nützen und zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen. Gleichzeitig will der Konzern Werte durch Innovation, Wachstum und eine hohe Ertragskraft schaffen. Bayer bekennt sich zu den Prinzipien der Nachhaltigkeit und handelt als “Corporate Citizen” sozial und ethisch verantwortlich. Im Geschäftsjahr 2015 erzielte der Konzern mit rund 117.000 Beschäftigten einen Umsatz von 46,3 Milliarden Euro. Die Investitionen beliefen sich auf 2,6 Milliarden Euro und die Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf 4,3 Milliarden Euro. Diese Zahlen schließen das Geschäft mit hochwertigen Polymer-Werkstoffen ein, das am 6. Oktober 2015 als eigenständige Gesellschaft unter dem Namen Covestro an die Börse gebracht wurde. Weitere Informationen sind im Internet zu finden unter http://www.bayer.de

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