Bronzetafel in St. Marien in Wittenberg erinnert an DSD-Spender und GlücksSpirale

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Bonn (pressrelations) –

Bronzetafel in St. Marien in Wittenberg erinnert an DSD-Spender und GlücksSpirale

Die Jünger im Kreis

Kurzfassung: Für die Konservierungs- und Restaurierungsmaßnahmen am Reformationsaltar in der Stadtkirche St. Marien in Wittenberg stellte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) vor zwei Jahren 25.000 Euro zur Verfügung. Nun überbringt Claus Mangels, Ortskurator Magdeburg der DSD, am 21. Juli 2016 um 12.30 Uhr zur Erinnerung an die gelungene Restaurierung an Pfarrer Dr. Johannes Block und Jörg Bielig, Vorsitzender des Gemeindekirchenrats, eine Bronzetafel mit dem Hinweis “Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale”. Dadurch bleibt das Engagement der privaten Förderer der Stiftung und der Rentenlotterie von Lotto auch nach den Maßnahmen an vorbildlichen Projekten sichtbar und kann zu weiterer Unterstützung motivieren. St. Marien gehört zu den über 550 Projekten, die die private Denkmalschutzstiftung dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Sachsen-Anhalt fördern konnte.

Langfassung: Für die Konservierungs- und Restaurierungsmaßnahmen am Reformationsaltar in der Stadtkirche St. Marien in der Lutherstadt Wittenberg stellte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) vor zwei Jahren dank zweckgebundener Spenden und dank der Lotterie GlücksSpirale 25.000 Euro zur Verfügung. Nun überbringt Claus Mangels, Ortskurator Magdeburg der DSD, zur Erinnerung an die gelungene Restaurierung am Donnerstag, den 21. Juli 2016 um 12.30 Uhr an Pfarrer Dr. Johannes Block und Jörg Bielig, Vorsitzender des Gemeindekirchenrats, eine Bronzetafel mit dem Hinweis “Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale. Dadurch bleibt das Engagement der privaten Förderer der Stiftung und der Rentenlotterie von Lotto auch nach den Maßnahmen an vorbildlichen Projekten sichtbar und kann zu weiterer Unterstützung motivieren.

In den Jahren 2012 und 2013 wurden in der Wittenberger Stadtkirche an zahlreichen weiteren Tafelbildern des Cranachsohns, seiner Werkstatt und seines Umkreises Untersuchungen ausgeführt, darunter auch an dem bedeutenden Hauptaltar, dem sogenannten Reformationsaltar, in dessen Zentrum eine Abendmahlsszene dargestellt ist. Dabei stellte man erhebliche Schäden an diesen reformationsgeschichtlich wichtigen Zeugnissen fest. An manchen Tafeln lösten sich die Farben, an anderen waren die Bildträger von Holzwürmern bedroht, Risse waren zu beklagen und Rahmen brachen.

Die Gemälde des ursprünglich klappbaren Reformationsaltars befanden sich vor der Restaurierung in einem Rahmen aus dem Jahr 1928. Dieser Holzrahmen ersetzte eine ziemlich pittoreske Rahmenarchitektur aus dem 19. Jahrhundert, bei der die rückwärtigen Bilder eingemauert worden waren und folglich unsichtbar blieben. Die sichtbaren Gemälde waren gleichzeitig in ihren Konturen nachgezogen worden, was die Darstellungen zwar plastischer machte, jedoch den Cranachschen Malstil konterkarierte.

Bei der aktuellen Restaurierung wurden die Konturierungen aus dem 19. Jahrhundert entfernt und die oberste Firnisschicht komplett abgenommen. Am oberen linken Eck des Abendmahlgemäldes musste eine Ergänzung des Tafelholzes aus Lindenholz durchgeführt werden. Die rückwärtigen Gemälde waren stark beschädigt. Die wesentlichen Retuschen auf diesen Bildern waren 1928 ausgeführt worden. Darüber hinaus hatte man überbreite Leisten gewählt, die einzelne, auch wichtige Teile der Gemälde verdeckten. Diese Bereiche wurden wieder freigelegt. Die Restaurierungsarbeiten am Reformationsaltar wurden in äußerst hoher Qualität ausgeführt. Die Abnahme der stark verschmutzten Firnisschicht erlaubt im Übrigen wieder einen Blick auf die tatsächliche Farbigkeit der Gemälde zur Entstehungszeit.

Die Stadtkirche St. Marien in Wittenberg zählt zu den herausragenden Sakralbauten in Sachsen-Anhalt. Als historische Predigtkirche Martin Luthers ist sie Bestandteil des UNESCO-Welterbes Luthergedenkstätten in Eisleben und Wittenberg. St. Marien gehört zu den über 550 Projekten, die die private Denkmalschutzstiftung dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Sachsen-Anhalt fördern konnte.

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