Die Sanierung des Dachstuhls der Wandsbeker Kreuzkirche wird von der DSD gefördert

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Bonn (pressrelations) –

Die Sanierung des Dachstuhls der Wandsbeker Kreuzkirche wird von der DSD gefördert

Ein Uhrwerk, das noch von Hand aufgezogen werden muss

Hans Behringer, Ortskurator Hamburg der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), überbringt am Mittwoch, den 20. Juli 2016 um 11.00 Uhr zusammen mit Torsten Meinberg, Geschäftsführer von Lotto Hamburg, an Pastorin Jil Becker und Pastor Karl Grieser bei einem Pressetermin vor Ort einen symbolischen Fördervertrag über 20.000 Euro für die zimmermannsmäßige Sanierung des Dachstuhls der Kreuzkirche in Hamburg-Wandsbek. Undichtigkeiten im Bereich der durchgedeckten Kehlen, Braunfäule der Schwellen und Gratsparren, Risse und Verformungen im Traufmauerwerk, Verformungen des Dachstuhls und die Belastung des Innenraums mit Schimmelsporen müssen dringend beseitigt werden.

Die Kreuzkirche Wandsbek wurde von 1908 bis 1910 erbaut. Die Pläne stammen von dem Hamburger Architekt Fernando Lorenzen, der auch die 1901 erbaute und 1943 zerstörte Wandsbeker Kirche am Markt geplant hat. Die Kirche ist ein zeittypischer konventioneller neogotischer Bau, dessen Grundriss ein griechisches Kreuz mit kurzen Armen und einer dominanten Vierung mit Sterngewölbe ist.

Die Außenfassaden bestehen aus rustikalen Handstrichziegeln mit weißen Fugen und zeigen so schon erste Ansätze der Reformbewegungen im Kirchenbau vor dem Ersten Weltkrieg. Der Innenraum bietet 458 Menschen Platz, die Empore kann weitere 156 Personen aufnehmen. Für die Ausschmückung der Kirche gab es eine Fülle von Geschenken und Stiftungen aus privater Hand.

Die Öffnungen der Kleeblattfenster im Altarraum wurden 1975 durch den Künstler Hans Kock neu gestaltet. Einige geborgene Reste der ursprünglichen Fenster wurden im Keller der Kirche eingelagert, vergessen, 1994 wiederentdeckt und nach einer durch Spenden aus der Gemeinde ermöglichten Restaurierung unter den Seitenemporen als Vorsatzfenster angebracht, um an die Zeit des Krieges zu erinnern. Die Turmuhr in Wandsbek gehört zu den wenigen Kirchturmuhren im Hamburger Raum, deren Uhrwerk noch einmal wöchentlich von Hand aufgezogen werden muss.

Die Wandsbeker Kreuzkirche gehört zu den 34 Denkmalen, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und Mittel der Glücks-Spirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Hamburg fördern konnte.

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