EnBW hält an Ergebnisprognose für 2016 fest

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Karlsruhe (pressrelations) –

EnBW hält an Ergebnisprognose für 2016 fest

Halbjahresergebnis durch temporäre negative Effekte geprägt / Netze und Erneuerbare Energien mit deutlichem Ergebnisanstieg / Investitionsvolumen steigt durch VNG Übernahme

Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG erzielte im ersten Halbjahr 2016 mit 20.263 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 9,8 Milliarden Euro und ein operatives Ergebnis (Adjusted EBITDA) von 967,5 Millionen Euro. Dies entspricht einem Minus von 24,2 Prozent gegenüber Vorjahr, was jedoch in erster Linie temporären Effekten geschuldet ist. Diese werden sich im weiteren Jahresverlauf ausgleichen. An der Prognose für das gesamte Geschäftsjahr 2016 hält EnBW daher fest und erwartet ein Adjusted EBITDA auf Konzernebene zwischen 5 und 10 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres.

Finanzvorstand Thomas Kusterer: “Das ohnehin sehr schwierige Umfeld hat sich in den vergangenen Monaten weiter verschlechtert. Deshalb haben wir unsere Anstrengungen zur Effizienzverbesserung mit aller Konsequenz vorangetrieben. Nicht zuletzt deshalb liegen im ersten Halbjahr 2016 die Ergebnisse in allen unseren Geschäftsbereichen im Rahmen der Erwartungen oder besser, auch wenn temporäre Effekte den Vorjahresvergleich derzeit noch verzerren. Besonders erfreulich läuft es bei den Netzen und den Erneuerbaren Energien, die gemäß unserer Strategie 2020 die zukünftigen Ergebnissäulen sein werden. Die Umsetzung unserer Strategie und des damit verbundenen Investitionsprogramms hat für uns oberste Priorität. Deshalb haben wir vor kurzem weitere gezielte Effizienzmaßnahmen beschlossen und mit der Umsetzung bereits begonnen.”

Erfreulich entwickelte sich das Segment Netze, das Adjusted EBITDA lag hier im Berichtszeitraum mit 523,8 Millionen Euro um 20 Prozent über dem Vorjahr. Entsprechend ist der Anteil des Segments am Adjusted EBITDA des Konzerns von 34,2 Prozent im ersten Halbjahr 2015 auf 54,1 Prozent deutlich angestiegen. Bestimmend für diese Entwicklung waren die höheren Erlöse aus Netznutzung bei den Strom- und Gasnetzen. Gegenläufig wirkten sich ein höherer Aufwand für die Netzreserve sowie ein planmäßiger Personalaufbau für den Netzausbau aus. Für das Gesamtjahr erwartet die EnBW ein operatives Ergebnis von mehr als 20 Prozent über Vorjahr.

Das Segment Erneuerbare Energien liegt mit einem Adjusted EBITDA von 153,1 Millionen Euro um 75 Prozent über dem Wert des Vorjahreszeitraums. Entsprechend stieg der Anteil der Erneuerbaren Energien am Adjusted EBITDA des Konzerns von 6,9 Prozent auf 15,8 Prozent. Diese Werte sind in erster Linie auf die vollständige Inbetriebnahme unseres Offshore-Windparks EnBW Baltic 2 im zweiten Halbjahr 2015 zurückzuführen und werden sich im weiteren Jahresverlauf noch relativieren. Dadurch konnte bisher die strompreisbedingt negative Entwicklung der Laufwasserkraftwerke kompensiert werden. Für das Gesamtjahr 2016 erwartet die EnBW im Segment Erneuerbare Energien ein Ergebnis von 10 bis 20 Prozent über Vorjahr.

Das Adjusted EBITDA des Segments Erzeugung und Handel reduzierte sich im Vorjahresvergleich um rund 73 Prozent auf 148,6 Millionen Euro. Dies ist, neben den im Vorjahresvergleich rückläufigen Preisen und Spreads auf den Großhandelsmärkten für Strom, wesentlich auf temporäre Effekte zurückzuführen: So fand die Revision im Kernkraftwerk Philippsburg bereits im ersten Halbjahr 2016 statt; 2015 erfolgte die Revision erst im zweiten Halbjahr. Für das Gesamtjahr erwartet die EnBW unverändert ein operatives Segmentergebnis von mehr als 20 Prozent unter Vorjahr.
Im Geschäftsfeld Vertriebe sank das Adjusted EBITDA im ersten Halbjahr auf 138,3 Millionen Euro. Dieses Minus von 22,9 Prozent ist im Wesentlichen auf den Verkauf der EnBW Propower GmbH mit dem Heizkraftwerk Eisenhüttenstadt zum 31. Dezember 2015 zurückzuführen. Für das Gesamtjahr geht die EnBW weiterhin von einem Vertriebsergebnis von mehr als 20 Prozent unter Vorjahr aus.

Der auf die Aktionäre der EnBW AG entfallende Adjusted Konzernüberschuss lag im Berichtszeitraum mit 52,1 Millionen Euro deutlich unter dem Vorjahreswert von rund 1,03 Milliarden Euro. Wesentliche Ursache ist neben dem Rückgang des Adjusted EBITDA der Rückgang des Adjusted Finanzergebnisses. Dieses wurde im ersten Halbjahr 2015 stark von Veräußerungsgewinnen bei Wertpapieren beeinflusst.

Durch die Übernahme von 74,2 Prozent der VNG-Anteile hat sich das Investitionsvolumen des EnBW-Konzerns mit rd. 1,67 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2016 gegenüber dem Vorjahr (526,3 Millionen) deutlich gesteigert. Gleichzeitig wurde mit dem Verkauf von EWE-Anteilen ein Erfolg bei den Desinvestitionen erreicht. Von den Gesamtinvestitionen entfielen rund 90 Prozent auf Wachstumsprojekte. Schwerpunkte waren in Übereinstimmung mit der Unternehmensstrategie der Ausbau der Erneuerbaren Energien, der Übertragungs- und Verteilnetze für Strom und Gas sowie die Stärkung des Gasgeschäfts.

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