Jahrestag des Mauerbaus

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Berlin (pressrelations) –

Jahrestag des Mauerbaus


Berliner Mauer stand für Teilung, Leid und Abschottung

Zum 55. Jahrestag des Mauerbaus am 13. August mahnt Bunderatspräsident Stanislaw Tillich, die Erinnerung an das einschneidende Ereignis wachzuhalten und neuen Formen von Ausgrenzung und Trennung im Kleinen wie im Großen entschlossen entgegenzutreten.

Der Bau der Mauer sei ein unmenschlicher Willkürakt gewesen, sagte Tillich. Sie war ein Symbol des Kalten Krieges und stand für Teilung, Leid und Abschottung. Der Bundesratspräsident erinnerte an die friedliche Revolution in Ostdeutschland, die entscheidend zum Fall der Mauer beigetragen habe. Dies mache Mut, sich neuen Tendenzen der Abschottung zu widersetzen.

Eine der großen Lügen der Weltgeschichte

Die Berliner Mauer war eines der markantesten Symbole des Kalten Krieges zwischen den Westmächten und dem sogenannten Ostblock. Sie umgab mit ihrer Länge von rund 155 Kilometern ganz West-Berlin und machte diesen Teil der Stadt zu einer Insel inmitten der ehemaligen DDR. Der Bau der Mauer zwischen den damaligen Sektorengrenzen der Alliierten begann in den frühen Morgenstunden des 13. August 1961. Wenige Wochen zuvor täuschte der DDR-Staatschef Walter Ulbricht die Welt noch mit dem berühmten Satz: “Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten.”

28 Jahre dauerte es, bis am 9. November 1989 die Mauer fiel und die hermetische Teilung Berlins und auch Deutschlands beendet war. In dieser Zeit verloren zahlreiche DDR-Bürger bei Fluchtversuchen ihr Leben. Die genaue Zahl der Toten an der Berliner Mauer ist nicht bekannt. In historischen Forschungen wird häufig die Zahl von 138 Toten genannt. An der gesamten innerdeutschen Grenze kamen mehrere hundert Menschen zu Tode.

Sichtbare Narben der Teilung

Der heutige Sitz des Bundesrates – das ehemalige preußische Herrenhaus – befand sich durch seine Lage im Herzen Berlins in unmittelbarer Nähe zum Potsdamer Platz im Zentrum des Geschehens. Die das Haus unmittelbar umgebenden Straßen waren daher ausnahmslos vom Mauerbau betroffen.

Noch heute kann man den Verlauf des – in Worten der DDR-Propaganda – antifaschistischen Schutzwalls an Hand von in den Boden eingelassener Steine oder noch vorhandener Betonsegmente nachverfolgen. Von einigen Räumen im Bundesrat ist auch einer der letzten noch erhaltenen Wachtürme der ehemaligen Grenzanlagen zu sehen. Er steht als besondere Mahnung nahezu unversehrt in der Erna-Berger-Straße auf der Rückseite des Bundesratsgebäudes in Berlin Mitte.

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