Neue Ideen braucht das Land! Grüne Strategien für einen lebenswerten ländlichen Raum

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Berlin (pressrelations) –

Neue Ideen braucht das Land! Grüne Strategien für einen lebenswerten ländlichen Raum

Egal ob in der Stadt oder auf dem Land, ob in wachsenden oder schrumpfenden Regionen: Menschen müssen die gleichen Chancen haben, an der Gesellschaft teilzuhaben – unabhängig von ihrer Herkunft und ihrem Geldbeutel. Daher brauchen alle Menschen Zugang zu guter Bildung und Arbeit, zu ärztlicher Versorgung, Pflege und Kinderbetreuung, aber auch zu Kultur- und Freizeitangeboten und Einkaufsmöglichkeiten. Durch moderne Mobilitätsangebote, die Chancen von Digitalisierung und Integration, aber auch der Energie- und Agrarwende können ländliche Regionen so auch zukünftig lebenswert und attraktiv bleiben. Denn Menschen sollen da leben können, wo sie wollen. Dabei darf es nicht von der Region abhängen, wie ein Lebensweg verläuft.

Doch tatsächlich entwickeln sich die regionalen Lebensverhältnisse immer stärker auseinander. Während es um die großen Ballungszentren herum prosperierende Gegenden gibt, haben andere, meist ländliche Regionen massiv mit den Auswirkungen von Abwanderung und Alterung zu kämp-fen. Das wirkt sich schon heute spürbar auf das Leben und die Versorgung in strukturschwachen ländlichen Regionen aus.

Eine falsche Politik auf Bundes- und Länderebene verstärkt diese Negativspirale noch: In Mecklenburg-Vorpommern hängt die Sparpolitik der Großen Koalition in Schwerin ganze Landesteile ab von Mobilität und moderner digitaler und sozialer Infrastruktur. Eine zentralisierte
Bildung zwingt Kindern auf dem Land überlange Schulwege auf. Industrielle Landwirtschaft mit Massentierhaltung lässt die ländlichen Räume veröden.

Wir Grüne setzen auf Investitionen in eine moderne Infrastruktur, mit dem Ziel echter Chancenge-rechtigkeit auf dem Land wie in der Stadt. Wir wollen die Wertschöpfung in der Region stärken, indem wir umweltfreundliche Landwirtschaft, Mobilität und eine nachhaltige
Energieversorgung mit Naturschutz, Tourismus, Handwerk sowie kleine und mittlere Unternehmen zusammen denken. Wir erhalten die kleinen Schulen vor Ort und sorgen überall für gute Bildung von Anfang an!

Dabei kommt es uns darauf an, unsere Politik gemeinsam mit den Menschen zu entwickeln und zu gestalten. Wir machen uns dafür stark, dass die Menschen vor Ort mehr mitentscheiden können. Das stärkt den Gemeinsinn und den Zusammenhalt in der Region. Für mehr Entscheidungsfreiheit vor Ort wollen wir auch auf Bundesebene die Weichen richtigstellen.

Städte und Gemeinden brauchen eine angemessene finanzielle Ausstattung, um ihre Aufgaben im Sinne der Bürger*innen bewältigen zu können. Hier ist der Bund gefragt, Ländern und Kommunen mehr finanziellen Spielraum zu geben: Durch die Übernahme von kommunalen Sozialausgaben, die Unterstützung bei Investitionen in Bildung und Infrastruktur, mehr Mittel bei den Kosten der Flüchtlingsaufnahme und durch eine Hilfe beim Abbau erdrückender kommunaler Schuldenlasten. 2019 laufen der Länderfinanzausgleich und ebenso der Solidarpakt Ost aus. Hier sind bei den Bund-Länder-Finanzbeziehungen dringend Wege zu finden, einen solidarischen Föderalismus zu gewährleisten, damit sich die Spaltung in arme und reiche Regionen nicht vertieft. Unser Ziel ist gleichwertige Lebensverhältnisse im ganzen Land.

Als Europapartei wissen wir um die Bedeutung der Europäischen Union als ein unverzichtbarer Akteur bei der Förderung von ländlichen Räumen. Die Regionalpolitik der EU stärkt den Zusam-menhalt der Menschen und der Regionen dadurch, dass die Strukturfonds regionalen Unterschie-den entgegenwirken. So widmet sich der Europäische Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) ausschließlich der Förderung ländlicher Regionen. Wir wollen diesen europäischen Mehrwert für die Menschen auf dem Land stärken. Sie zeigen, welchen Wert die Europäische Union für ihre Bürgerinnen und Bürger hat. Mit ihren einheitlichen, strategischen Zielorientierungen, der Verzahnung und deutlicher Entscheidungskompetenz auf regionaler Ebene können EU-Strukturprogramme auch Vorbildcharakter für Bund- und Länderprogramme haben.

Pressekontakt:

Bündnis 90/Die Grünen
Platz vor dem Neuen Tor 1
11015 Berlin
Deutschland

Telefon: 030/28442130
Telefax: 030/28442234

Mail: presse@gruene.de
URL: http://www.gruene-partei.de

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