Wohnungsbau in Thüringen: Mehr Dynamik

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Frankfurt am Main (pressrelations) –

Wohnungsbau in Thüringen: Mehr Dynamik


Private Haushalte sind die aktivsten Bauherren im Thüringer Wohnungsmarkt. Allerdings haben im laufenden Jahr öffentliche Bauherren und Wohnungsunternehmen für einen starken Anstieg der Genehmigungen gesorgt. Damit dürfte es 2016 und 2017 zu überdurchschnittlichen Zu-wächsen im Wohnungsbau kommen. Regional ist die Situation sehr unterschiedlich. Von den Landkreisen übertreffen nur Weimarer Land, Eichsfeld, Ilm-Kreis und Unstrut-Hainich den Lan-desdurchschnitt von 1,8 Wohnungen pro 1.000 Einwohner. Von den kreisfreien Städten kann Jena die höchste Wohnungsbauaktivität vorweisen. Erfurt liegt im Landesdurchschnitt, während die Fertigstellungswerte der anderen Städte zum Teil deutlich niedriger sind.

In Thüringen waren 2015 die privaten Haushalte, wie in den meisten Jahren zuvor, die treibende Kraft für den Wohnungsbau. Sie beantragten 3.200 der insgesamt rund 5.200 Wohnungsbauge-nehmigungen (62 %). Mit deutlichem Abstand folgen die Wohnungsunternehmen mit einem Anteil von 17 %. Bundesweit war das Gewicht der privaten Haushalte mit 51 % niedriger, dafür bei den Wohnungsunternehmen mit 35 % aber höher. 2016 hat die Aktivität der Wohnungsunternehmen und öffentlichen Bauherren deutlich zugenommen. Sie trugen in den ersten sechs Monaten jeweils über 20 % zu den insgesamt 4.300 Genehmigungen bei.

Sonstige Unternehmen, Immobilienfonds und Organisationen ohne Erwerbszweck spielen dage-gen als Bauherren von Wohnungen kaum eine Rolle. So gingen 2015 nur zwischen 100 und 500 Genehmigungen auf ihren Wohnungsbauantrag zurück. Dabei werden die meisten Wohnungen weiterhin in neuen Gebäuden geplant. Wichtig ist aber auch die Schaffung von Wohnraum im Bestand. Hier wurden in den vergangenen Jahren zwischen 20 % bis 30 % der Genehmigungen erteilt.

In Thüringen übertraf der Umsatzzuwachs im Wohnungsbau 2015 mit einem Plus von 9 % sogar die kräftige bundesdeutsche Rate von 7 %. Dabei nahmen die Wohnungsbaugenehmigungen um 24 % zu, nachdem sie 2014 nahezu stagniert hatten. Die Fertigstellungen lagen dagegen 2015 mit rund 3.800 unter dem Vorjahreswert von 4.040, sodass sich inzwischen ein enormer Bauüberhang gebildet hat. Dies bestätigt auch der hohe Auftragsbestand, der im Jahresdurchschnitt 2015 fast 30 % über dem 2014er Wert lag.

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