Führende pharmazeutische Unternehmen stellen strategischen Branchenplan zur Bekämpfung von antimikrobieller Resistenz vor

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Frankfurt am Main (pressrelations) –

Führende pharmazeutische Unternehmen stellen strategischen Branchenplan zur Bekämpfung von antimikrobieller Resistenz vor

– Umfassender Plan legt wichtige Vorhaben zur Reduktion von antimikrobiellen Resistenzen dar, zu deren Durchführung sich die pharmazeutischen Unternehmen bis zum Jahr 2020 verpflichten
– Dieser Plan stellt nach der bereits im Januar 2016 beim Weltwirtschaftsforum von über 100 Unternehmen und Branchenverbänden unterzeichneten Erklärung einen weiteren wichtigen Meilenstein dar

Vor dem High-Level Meeting on Antimicrobial Resistance (AMR) der Generalversammlung der Vereinten Nationen (UNGA) haben heute 13 führende pharmazeutische Unternehmen einen neuen strategischen Plan mit vier wichtigen Vorhaben zur Reduktion von AMR vorgelegt, die sie bis zum Jahr 2020 umsetzen werden. Diese Vorhaben folgen den Prinzipien, auf die man sich im Rahmen der Branchenerklärung bereits Anfang des Jahres beim Weltwirtschaftsforum in Davos geeinigt hatte. In dem Plan spiegelt sich die Absicht dieser Unternehmen wider, einen proaktiven Beitrag zur Bekämpfung von AMR zu leisten. Diese beispiellose Kooperation zwischen den Pharmaunternehmen stellt einen wichtigen Meilenstein im Kampf gegen AMR dar.

Mit der Vorstellung ihres strategischen Plans setzen die unterzeichnenden Unternehmen ein klares Zeichen für ihre gemeinsame Zielsetzung, die enorme Bedrohung zu überwinden, die AMR für unsere Gesellschaft, unsere Wirtschaft und unsere Bürger darstellt. Die Unternehmen sind fest entschlossen, die Entstehung von antimikrobiellen Resistenzen zu reduzieren, den Zugang zu hochwertigen Antibiotika, Impfstoffen und Diagnostika zu verbessern, in die Forschung und Entwicklung zu investieren und dabei mit Regierungen und Interessenvertretern zusammenzuarbeiten.

Zur Umsetzung folgender Vorhaben hat diese Gruppe mehrerer Unternehmen sich verpflichtet:

1. Die Umweltauswirkungen der Antibiotikaproduktion zu reduzieren. Dies umfasst auch eine Prüfung der Herstellungs- und Lieferketten der Unternehmen und die Kooperation mit Interessenvertretern, um einen gemeinsamen Rahmen für die Beurteilung und das Management der Umweltbelastung durch Antibiotika zu schaffen.
2. Sicherzustellen, dass Antibiotika nur von Patienten eingenommen werden, die diese Medikamente auch wirklich benötigen. Dies erfordert gemeinsame Bemühungen vieler verschiedener Interessenvertreter, um eine kontinuierliche Aufklärung von Ärzten und Patienten sicherzustellen, die Promotion-Aktivitäten der Unternehmen einer Prüfung zu unterziehen und die Surveillance-Daten an öffentliche Gesundheitsinstitutionen und Angehörige von Gesundheitsberufen weiterzuleiten. Ferner ist eine Kooperation mit Interessenvertretern erforderlich, um unkontrollierte Antibiotikakäufe einzudämmen.
3. Den weltweiten Zugang zu derzeit existierenden und künftig auf den Markt kommenden Antibiotika, Impfstoffen und Diagnostika zu verbessern. Auch das
erfordert eine enge Zusammenarbeit mit Interessenvertretern, um die Gesundheitssysteme zu stärken und Versorgungsengpässe zu bekämpfen; und den Aufbau neuer Geschäftsmodelle, um ein gesundes Gleichgewicht zwischen Versorgungsbedarf, angemessenem Antibiotika-Einsatz, Impfstoff-Abdeckung und adäquaten Gewinnen für die Unternehmen zu gewährleisten. Außerdem muss daran gearbeitet werden, die Verbreitung von minderwertigen/gefälschten Antibiotika in Hochrisikomärkten zu reduzieren.
4. Neue Möglichkeiten für offene Kooperationen zwischen der Industrie und dem öffentlichen Sektor auszuloten, um Probleme bei der Erforschung und Entwicklung neuer Antibiotika, Impfstoffe und Diagnostika anzugehen, da diese einen hohen Wert für die Gesellschaft darstellen.

Außerdem bekräftigten die Unternehmen nochmals ihre Unterstützung eines übergreifenden Ansatzes bei der Bekämpfung der anderen zu AMR beitragenden Faktoren, wie dies im Globalen Aktionsplan der Weltgesundheitsorganisation, im AMR Review, im US-amerikanischen National Strategy and Action Plan und in der vor kurzem veröffentlichten AMR High Level Meeting-Erklärung der Vereinten Nationen definiert ist.

Ohne gemeinsame Bemühungen sämtlicher Interessenvertreter werden keine Fortschritte zu erzielen sein. Daher fordern die Unternehmen die Regierungen auf, sich für eine Reduktion unangemessenen Antibiotikaeinsatzes bei Menschen und Tieren, für die Verbesserung von Überwachungs- und Infektionsbekämpfungsmaßnahmen und für eine kontinuierliche Erforschung und Entwicklung neuer Antibiotika einzusetzen, indem sie finanzielle und regulatorische Anreize hierfür setzen. Ferner sollten die Regierungen ihr Engagement für die Entwicklung und Einführung hochentwickelter Diagnostika verstärken, um einer übermäßigen Antibiotikaverordnung an Patienten zu entgegenzuwirken.

Die Unternehmen befürworten die Etablierung eines gemeinsamen Koordinationsmechanismus, um ihre globale Führungsrolle sicherzustellen, Ressourcen zu mobilisieren, Ziele zu setzen und Fortschritte bei der Erreichung dieser Ziele zu messen. Außerdem begrüßen die Unternehmen ähnliche Engagements vonseiten anderer an der Bekämpfung von AMR beteiligter Interessenvertreter.

Pressekontakt:

Allergan
Mark Marmur

Telefon: +1 862-261-7558

Mail: Mark.Marmur@Allergan.com

Sanofi-Aventis Deutschland GmbH
Industriepark Höchst
65926 Frankfurt am Main

Telefon: 069/305-5085

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