Bayer adressiert Herausforderungen der Zitrusindustrie mit ganzheitlichem Ansatz

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Leverkusen (pressrelations) –

Bayer adressiert Herausforderungen der Zitrusindustrie mit ganzheitlichem Ansatz


Integriertes Portfolio gegen die Ausbreitung der Pflanzenkrankheit Citrus Greening – Gemeinsam mit privaten und staatlichen Partnern die Herausforderungen bewältigen

Eine Welt ohne Orangensaft? Undenkbar – und vielleicht doch bald Realität! Grund ist ein winziges Insekt: der asiatische Zitrusblattfloh (Diaphorina citri). Er überträgt ein Bakterium, das die Pflanzenkrankheit Huanglongbing verursacht, die auch als Citrus Greening bekannt ist. Auf dem 13. Internationalen Zitruskongress, der vom 18. bis zum 23. September 2016 im brasilianischen Foz do Iguaçu stattfindet, stellt Bayer sein innovatives Portfolio an Produkten und Lösungen vor, mit denen das Unternehmen Erfolg und Nachhaltigkeit der Zitrusindustrie unterstützen möchte. Gemeinsam mit Erzeugern, Verarbeitern und Forschern arbeiten Bayer-Experten an ganzheitlichen sowie nachhaltigen Lösungen zur Bekämpfung der verheerenden Krankheit Citrus Greening.

“Die Krankheit ist die größte Gefahr für die gesamte Zitrusindustrie. Weltweit mussten schon Millionen Zitrusbäume gefällt werden, da es zurzeit kein Heilmittel dagegen gibt”, erklärt Kai Wirtz, Global Fruit Crop Manager bei der Division Crop Science von Bayer. “Die Infektion schränkt den Nährstofftransport stark ein. Wachstum und Reifung der Orangen, Zitronen und Grapefruits sind gestört, und wenn sich überhaupt Früchte entwickeln, sind sie klein und sauer. Die weltweite Produktion ist bereits drastisch zurückgegangen. Am stärksten betroffen sind Brasilien, die USA und China”, so Wirtz.

Bekämpfung von Citrus Greening mit einem ganzheitlichen, nachhaltigen Ansatz

Die Unterstützung der Zitrusbauern im Kampf gegen die Krankheit gehört zu den Prioritäten von Bayer. Das Unternehmen verfolgt bei der Bekämpfung von Citrus Greening einen integrierten Ansatz in Anzuchtbetrieben, kommerziellen Plantagen und nicht mehr bewirtschafteten Hainen, um den Produktionsbetrieb aufrecht zu erhalten und der Ausbreitung der Krankheit so weit wie möglich Einhalt zu gebieten. “In erster Linie wollen die Experten die Bäume widerstandsfähiger gegen die Erkrankung machen und auch Lösungen gegen die Bakterien selbst entwickeln”, so Wirtz weiter.

“Wir bei Bayer haben nicht nur die Erzeuger im Blick, vielmehr wollen wir der gesamten Wertschöpfungskette mit nachhaltigen Lösungen zur Bekämpfung von Citrus Greening dienen”, sagt Mauro Alberton, bei der Division Crop Science von Bayer zuständig für das Kulturen- und Portfolio-Marketing in Brasilien. Das Unternehmen fördert die integrierte Schädlingsbekämpfung und bietet ein breit gefächertes, integriertes Portfolio chemischer und biologischer Lösungen mit verschiedenen Wirkmechanismen, so dass die Umweltbelastung möglichst gering bleibt. Die systemischen und Kontakt-Insektizide wie Movento, Sivanto, Admire Pro, Bulldock sowie das biologische Produkt Requiem helfen bei der Bekämpfung des Überträgers, des asiatischen Zitrusblattflohs. Die Wurzel- und Pflanzengesundheitsprodukte Velum, Aliette, Bayfolan und das biologische Mittel Serenade sorgen dafür, dass die Pflanzen robust sind und die Wurzeln gesund bleiben, so dass sie besser gegen die Krankheit gefeit sind. Die Herbizide Alion und Basta reduzieren die Unkräuter im Umfeld der Orangenbäume, die mit den Bäumen um Wasser, Nährstoffe und Sonnenlicht konkurrieren.

“Und unsere Zitrusspezialisten unterstützen die Erzeuger vor Ort. Unsere Notmaßnahmen basieren auf vorhandenen Mitteln und bewährten phytosanitären Methoden”, so Alberton weiter. “Darüber hinaus unterstützen wir Monitoring- und Warnsysteme und schulen Erzeuger darin, ihre Produktionsfaktoren zu optimieren.”

Partnerschaften machen den Kampf effektiver

Bayer fördert Partnerschaften mit der Getränke- und der Düngemittelindustrie und kooperiert mit internationalen Forschungsgesellschaften. “Zusammen mit unseren Partnern suchen wir nach schnelleren Screening- und Testmöglichkeiten; wir teilen uns Investitionen und nutzen Ressourcen gemeinsam”, erklärt Wirtz.

Zum Beispiel unterstützt Bayer die Citrus Research and Development Foundation (CRDF) in Florida. Die Organisation hat zwei Hauptforschungsgebiete: Der erste Ansatz konzentriert sich auf das übertragende Insekt, mit dem Ziel, die Population zu verringern. Zweitens wird versucht, resistentere Bäume zu züchten. Erzeuger, der Bundesstaat Florida und Partner wie Bayer finanzieren die Organisation. Die CRDF ihrerseits verwaltet die Gelder, um Projekte bei Forschungseinrichtungen zu finanzieren.

In Brasilien kooperiert Bayer unter anderem mit Fundecitrus, einer Vereinigung für Zitrusbauern. 2013 haben beide Parteien eine Vereinbarung zu dem Zweck getroffen, eine schnellere Entwicklung von Technologien zu ermöglichen, die die Nachhaltigkeit im Zitrusanbau voranbringen sollen. Maßnahmen sind z.B. die Entwicklung neuer Methoden zur frühen Identifizierung und Diagnose der Krankheit.

Zur Verbesserung der Situation in China finanziert Bayer einschlägige Forschung am chinesischen National Agro-Tech Extension and Service Center (NATESC). Unter anderem haben die Forscher die Spritzempfehlungen für Pflanzenschutzmittel so geändert, dass die Ausbringungsmenge insgesamt vermindert werden konnte.

Präventivmaßnahmen

Nachhaltigkeit ist bei Bayer fester Bestandteil der Strategie. Das Unternehmen wird deshalb nicht nur tätig, wenn Bäume bereits an Citrus Greening erkrankt sind, sondern bemüht sich auch, einen möglichen Ausbruch der Krankheit zu verhindern. So unterstützt Bayer den Verband California Citrus Mutual bei der Sensibilisierung der Bürger Kaliforniens, von denen etwa 60 Prozent Zitruspflanzen in ihren Gärten haben. Mit der Aktion #CitrusMatters wollen die Partner private Besitzer von Zitrusbäumen für das Problem sensibilisieren, damit die Krankheit nicht auf kommerzielle Plantagen übergreift.

Außerdem investiert Bayer in Zusammenarbeit mit der Universität São Paulo bis 2018 rund 3 Millionen Euro zur Finanzierung der Aufzucht und Aussetzung von Nützlingen. Ein Verbund von Biobetrieben in Brasilien produziert die Wespe Tamarixia radiata, einen natürlichen Feind des asiatischen Zitrusblattflohs, der Citrus Greening überträgt. Die Wespen wurden hauptsächlich in unbewirtschafteten Hainen und privaten Zitrusgärten in der Nachbarschaft kommerzieller Anbaubetriebe ausgesetzt. Die Forschungsdaten zeigen, dass dies die Bestände des Zitrusblattflohs signifikant verkleinert.

Pressekontakt:

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51368 Leverkusen
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