Fördermittel für die Wegkapelle in Bleicherode

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Bonn (pressrelations) –

Fördermittel für die Wegkapelle in Bleicherode

Wasser, Fäule und Insekten

Durch eine undichte Dachdeckung konnte Wasser in den Dachraum der Wegkapelle in Bleicherode eindringen und die Konstruktion schädigen. Die schweren statischen Schäden entstanden auch durch Holzfäule und holzzerstörende Insekten. Nun überbringt Hans Ulrich Pohlmann, Ortskurator Mühlhausen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), am Montag, den 14. November 2016 um 14.00 Uhr einen symbolischen Fördervertrag über 10.000 Euro für die Dachdecker- und Dachklempnerarbeiten am Gotteshaus an Michael Görk, den Leiter der Hospitalstiftung Maria vom Elende. Die Förderung wurde möglich durch zweckgebundene Spenden.

Unmittelbar an der alten B 80, die durch das Wippertal entlang der mittelalterlichen “strata communis” verläuft, die als via regia die Königspfalzen verband, liegt am westlichen Ortseingang von Bleicherode eine Wegkapelle, die Elende genannt wird. Gebaut hat man sie vermutlich um das Jahr 1300. Ein 1414 gestiftetes, wundertätiges Gnadenbild der Muttergottes und eine Marienstatue begründete das Wallfahrtsziel für Pilger aus ganz Europa.

Der schlichte, langgestreckte Saalbau erhebt sich über einem längsrechteckigen Grundriss. Der Bruchsteinbau ist heute unverputzt. Südlich, an der Straße, gewährt ein gotisches Portal Zugang. Östlich gewährt ein kleines steinernes Spitzbogenfenster – aus einem Stein – Einblick in das Gotteshaus. Unter dem Fenster befinden sich Reste einer spitzbogigen Wandnische. Im östlichen Wandabschluss ist eine jüngere, korbbogige Fensteröffnung eingelassen. Die Ostwand belichten zwei Fenster, wobei das südliche Fenster mit seiner schlichten spitzen Form wohl aus der Bauzeit stammt. Ein weiteres als schmales Rechteck ausgebildetes Fenster in der Nordwand scheint ebenfalls bauzeitlich zu sein. Das Gebäude deckt ein Satteldach. Erwähnenswert für den Innenraum sind die älteren erhaltenen Putzfassungen.

Die Wegkapelle und das unweit von ihr in Fachwerkbauweise errichtete Hospital bilden den Kern der Ortsentwicklung. Die Kapelle ist nunmehr eines der 440 Denkmale, die die private Denkmalstiftung dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Thüringen fördern konnte.

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