Kindernothilfe begrüßt Initiative des BMZ: Kinderrechte fest verankern

Logo: Kindernothilfe e.V.
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Duisburg (pressrelations) –

Kindernothilfe begrüßt Initiative des BMZ: Kinderrechte fest verankern

Kinder und Jugendliche stellen in fast allen armen Staaten die absolute Mehrheit der Bevölkerung dar – in manchen Ländern sind es bis zu 70 Prozent. Doch die Rechte der Mädchen und Jungen werden auf vielfältige Weise missachtet und ihnen verweigert. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) will nun die Rechte der Jungen und Mädchen in seine Arbeit systematisch integrieren und zum 27. Jahrestag der Kinderrechtskonvention am 20. November offiziell seinen ersten Kinder- und Jugendrechte-Aktionsplan “Agents of Change – Kinder und Jugendliche als Träger von Rechten” vorstellen.

“Die Kindernothilfe begrüßt es ausdrücklich, wenn das BMZ in seiner Entwicklungspolitik das Engagement für Kinderrechte strategisch gestaltet und ausbaut und Kinderrechtsverletzungen damit wirksam begegnen will”, sagt Katrin Weidemann, Vorstandsvorsitzende der Kindernothilfe. “Wie von allen Organisationen, die junge Menschen beteiligen und die direkt oder über Partner in der Kinder- und Jugendarbeit tätig sind, erwarten wir auch vom BMZ, dass der Kindesschutz zum festen Bestandteil allen Handels wird”, so Weidemann. Vorbild könnten die umfangreichen Maßnahmen sein, die Kinderrechtsorganisationen wie die Kindernothilfe hierzu seit Jahren erfolgreich in ihrer Arbeit und der ihrer Partnerorganisationen verankert haben.

Auf der anderen Seite seien die Kinder und Jugendlichen in den Ländern des Südens selbst – wie so oft – bei der Entstehung des neuen BMZ-Aktionsplans nicht beteiligt worden. “Es gibt ja vielerorts sehr konkrete Empfehlungen benachteiligter Kinder und Jugendlicher, wo Hilfe besonders gebraucht wird und wie sie am besten aussehen könnte. Doch die Erkenntnisse der Kinder werden selten gehört – und noch seltener ernst genommen”, kritisiert Weidemann. Die Entwicklungszusammenarbeit – sowohl vor Ort als auch auf höchster politischer Ebene – müsse die Partizipation von Mädchen und Jungen endlich ernst nehmen. “Wir lernen täglich in den von uns unterstützen Projekten weltweit, wie viel Kinder von der Welt verstehen und ihre Bedürfnisse zu artikulieren wissen – wenn man sie entsprechend fördert und beteiligt”, erklärt Weidemann: “So kommen wir der Verwirklichung der Kinderrechte tatsächlich jeden Tag ein bisschen näher.”

Kontakt:

Christian Herrmanny
stellv. Pressesprecher

Telefon: 0203.7789-242
mobil: 0178.2329667

Christian.Herrmanny@Kindernothilfe.de

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